TIPP 6 Sei ein Vorbild

Wohl der aller aller aller wichtigste Ratschlag, den ich jedem geben kann, damit Kinder mehr Gemüse und Obst essen ist: Seid ein VORBILD. Man kann mit Kindern noch so viel über Ernährung sprechen, gesund kochen, Bücher lesen, aus Gemüse Tierfiguren formen. Das alles wird zu keinem Erfolg führen, wenn die Bezugsperson des Kindes ein schlechtes Vorbild ist.


Mehr-Gemüse-für-Kinder
Kinder beobachten uns Eltern sehr genau. Sie lernen von uns sprechen und verwenden oft die gleichen Ausdrücke. Stellen wir unsere Schuhe sofort in den Schuhschrank, machen das auch unsere Kinder. Grüßen wir unsere Nachbarn immer freundlich, machen das auch die Kinder. Kinder lernen viel einfacher durch Beobachten und Nachmachen. In der Ernährung funktioniert das genau so.

Wenn zum Beispiel Gemüse gekocht wird und der Papa regelmäßig das Gemüse auf dem Teller liegen lässt oder es sich erst gar nicht auf den Teller legt, ist es nicht verwunderlich, wenn Kinder auch ständig einen Bogen um das Gemüse machen. Wenn Eltern zum Essen immer gesüßte Getränke trinken, dann wollen das ihre Kinder natürlich auch.

Man kann bei den Kindern Vieles durch Vorleben positiv steuern ohne ständig den Zeigefinger erheben zu müssen und ihnen Vorträge zu halten.

Als bei uns die „WAS GEBE ICH MEINEM KIND IN DEN KINDERGARTEN ZUM ESSEN MIT“-Zeit begann, war für mich klar, dass in die Frühstücksbox nur gesunde Sachen rein kommen, also auch immer Gemüse und Obst. Das war am Anfang eine echte Herausforderung, da mein Sohn jeden Tag beobachtete was manche Kinder in Kindergarten zum Essen dabei hatten, nämlich Schokopudding, Salamistangen, Muffins vom Bäcker etc.

Mit gutem Beispiel voranzugehen war der beste Weg, die täglichen Diskussionen um den Inhalt der Frühstücksbox zu beenden. Ich kaufte zwei gleiche Frühstücksboxen, die sich nur bei der Deckelfarbe unterscheiden – eine für meinen Sohn, die andere für meinen Mann ins Büro. Wenn ich für meinen Sohn morgens die Frühstücksbox befüllte, befüllte ich die Vesperdose für meinen Mann mit dem gleichen Inhalt, nur in größeren Mengen. Mein Sohn merkte bald, dass Papa sich über eine mit Obst- und Gemüsestückchen gefüllte Frühstücksbox sehr freute und diese immer leer zurück brachte. Er fand es auch klasse, dass er und Papa die gleiche Vesperdose hatten. Es hat auch sehr geholfen, dass mein Mann sich in dieser Zeit morgens ein wenig Zeit nahm und mit unserem Sohn darüber gesprochen hatte, warum er im Büro lieber Gemüse und Obst anstelle eines Schokopuddings isst. Das hat Früchte getragen und der Inhalt der Frühstücksbox ist bis heute kein Problem mehr. Was in die Vesperdose rein kommt – wird gegessen. Die Box kommt jeden Tag leer wieder zurück. Auch die von Papa.

Wie in dieser Situation habe ich viele Erfahrungen gemacht, dass es wichtig ist, den Kinder das vorzuleben, was wir ihnen beibringen wollen. Wie können wir denn von den Kindern erwarten, dass sie mehr Gemüse und Obst essen, wenn wir das nicht selber tun. Seit mein Mann und ich Eltern geworden sind, haben sich unsere Ernährungsgewohnheit um ein vielfaches verbessert. Frühe hatte ich einfach nicht so darauf geachtet was ich esse, ob ich ausreichend Gemüse und Obst esse. Ich bin froh, dass ich meine Kinder habe. Sie erinnern mich daran, dass ich ein Vorbild sein muss und auch für meine Gesundheit etwas tun muss. 5 Portionen Gemüse und Obst am Tag sind nämlich auch für Mama und Papa wichtig.

 

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