TIPP 3 Koch mit deinem Kind zusammen

Der heutige Tipp nimmt einen etwas anderen Blickwinkel. Durch regelmäßige Mitarbeit in der Küche können Kinder von ihren Eltern viel über Ernährung und Lebensmittel lernen. Das wiederum kann ihnen helfen aufgeschlossener gegenüber Gemüse und Obst zu werden und schließlich mehr Gemüse und Obst zu essen.

Tipp 3 Koch mit deinem Kind zusammen

Kinder helfen sehr gerne in der Küche mit. Und das ist gut so, denn es bringt ihnen viele Vorteile. Sie entwickeln ein Bewusstsein für die Lebensmittel, die sie – in einem Gericht zubereitet – essen.

Meine Kinder dürfen von klein auf in der Küche helfen, wenn sie es wollen. Sie dürfen immer Aufgaben übernehmen, die sie schon problemlos erledigen können: Zutaten herausholen, abwiegen, umfüllen, zusammenrühren, Eier schlagen, mixen, kneten, klein schneiden, belegen etc. Es gibt immer Tätigkeiten, die bereits ganz kleine Kinder (bei Bedarf mit kleinen Hilfestellungen) in der Küche tun können.

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Hilft das Kind mit, ist sein Interesse am Zubereitungsprozess sehr groß. Dieses Interesse kann man wunderbar dazu nutzen, Kindern Gemüse und Obst näher zu bringen. Wenn wir mit meinen Kindern z. B. eine Suppe zubereiten und sie das Gemüse dazu zerkleinern, unterhalten wir uns über die Lebensmittel, die wir gerade zu einem Gericht verarbeiten. Wie heißt das Gemüse, das wir zubereiten? Wo wachsen Karotten – in der Erde oder auf Bäumen? Gibt es nur rote Paprikas? Welche Form hat ein Kohlrabi? Wir führen kurze Dialoge, bei denen die Kinder immer aufs Neue kleine Informationen zu Lebensmitteln bekommen und ihr Wissen präsentieren können. Dabei halte ich meinen Kindern niemals Vorträge über die Nährstoffe und wozu diese gut sind. Das interessiert Vorschulkinder nicht wirklich. Warum aber Bananen nicht in Deutschland wachsen interessiert meinen Großen schon.

Solche Gespräche helfen das Bewusstsein der Kinder für die gegessenen Produkte zu wecken. Ein Eintopf ist dann nicht nur einfach ein Essen, das Mama aus dem Topf schöpft. Ein Eintopf ist ein Gericht, welches aus verschiedenen Gemüsesorten und Fleisch zubereitet wurde – und zwar durch Mithilfe der Kinder.

Bei uns hat mal ein Gastkind gegessen und – nachdem ihm das Essen auf dem Teller sehr fremd vorkam – mich gefragt: „Was ist das für Grünzeug auf dem Teller?“ Mein Sohn kam mir mit der Antwort zu vor: „Das ist kein Grünzeug, das ist Brokkoli.“ In diesem Moment merkte ich wie viel es hilft, sich Zeit zu nehmen, mit den Kindern zusammen zu kochen und mit ihnen über Lebensmittel, die wir essen, zu sprechen.

Dürfen Kinder in der Küche mit anpacken, lernen sie Gemüse und Obst besser kennen und verstehen wie Gerichte entstehen. Die Bereitschaft ein neues Gericht, an dem sie mitgewirkt haben, zu essen ist dann oft größer.

Ich beobachte auch immer wieder, dass meiner Kinder bei den Zubereitungen sehr gerne von allem probieren, so quasi vorkosten. Ob eine Prise Mehl, die Reste vom Honig auf dem Löffel oder das Gemüse, das sie so geduldig zerkleinert haben… wenn meine Kinder beim Kochen helfen, geht an ihrem Mund nur selten etwas vorbei. Schiebt sich mein Jüngster dabei zwei kleine Stücke Blumenkohl in den Mund, sind wir unserem Ziel täglich viel Gemüse und Obst – mindestens 5 Portionen – zu essen ein Stück näher gekommen.

FAZIT:
Bereitet mit Euren Kindern regelmäßig das Familienessen gemeinsam zu. Das kann ihnen sehr helfen, eine positive Einstellung zu Gemüse und Obst aufzubauen und vielleicht doch das ein oder andere ungeliebte Gemüse zu probieren.

LESE AUCH:
Tipp 1: Zu jeder Mahlzeit Gemüse und Obst
Tipp 2: Gemüse und Obst immer mal anders
Tipp 4: Gestalte den Teller mit Liebe
Tipp 5: Lese Bücher mit deinem Kind
Tipp 6: Sei ein Vorbild

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