TIPP 2 Gemüse und Obst immer mal anders

Wenn Kinder kein Gemüse und Obst mögen, scheint es manchmal unmöglich, ihnen diese Lebensmittel irgendwie schmackhaft zu machen. Doch man sollte nicht all zu früh aufzugeben. Mit etwas Geduld und Fantasie kann es möglich sein, auch den aller größten Gemüsemuffel zumindest mal zum Probieren zu animieren. Der heutige Tipp kann dabei helfen, dass deine Kinder mehr Gemüse und Obst essen.

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Wenn es um Kartoffeln geht, geht den meistens von uns die Fantasie bei der Zubereitung nicht aus. Mal kochen wir sie mit, mal ohne Haut. Mal braten wir Kartoffel, mal essen wir einen Kartoffelsalat. Mal kommen Kartoffel gewürfelt in die Suppe, mal geraspelt in Kartoffelpuffer. Mal pürieren wir sie, mal belegen wir Kartoffelhälften mit Gemüse und Käse. So wie Kartoffeln sind auch die meisten Gemüse- und Obstsorten flexibel einsetzbar. Das trauen sich aber nicht viele. Hast du schon mal Gurke im Backofen zubereitet? Herrlich, aber sehr ungewöhnlich. Die meisten von uns essen Gurken roh oder eingelegt. Stimmts?

Die Zubereitungsart verändert aber entscheidend den Geschmack der Lebensmittel. Weißkohl schmeckt roh anders als gedämpft und auch anders als gebacken. Ein Apfel schmeckt roh anders als gekocht, anders als püriert und auch anders als gepresst im Apfelsaft.

Gemüse und Obst kann man auf unterschiedliche Arten zubereiten:

∞ Roh
∞ Gekocht
∞ Gedämpft
∞ Gebacken
∞ Gebraten
∞ Püriert
∞ Flüssig
∞ Getrocknet
∞ Eingelegt

Wie wir Erwachsene haben auch Kinder ihre eigenen Vorlieben. Manch ein Kind mag vielleicht keine gekochten Karotten, dafür aber sehr gerne frische knackige Karotten. Ein anderes lässt  Brokkoli-Salat stehen, isst dafür Brokkoli im Auflauf. Meine Kinder mögen zum Beispiel keine Avocado. In unsere grünen Smoothies kommen Avocados aber sehr oft rein. Das stört sie dann nicht. Weißkohl im Salat ist ihnen auch nicht ganz so recht. Ein Eintopf mit viel Weißkohl bei der Oma ist aber für sie ein Gaumenschmaus. Im Herbst backt meine Mutter oft Kürbisse im Backofen. Das schmeckt mir persönlich sehr. Ich könnte alles aufessen. Die Begeisterung hält sich bei den Kindern dagegen in Grenzen. Dafür ist Kürbissuppe bei ihnen der Hit. Da verlangen sie meistens noch Nachschlag. Meinem Jüngsten sind Champignons aus dem Backofen so ganz und gar nicht recht. Er will sie nicht einmal probieren. Sind sie aber in unserer Fischsuppe ist der Teller schnell leer.

Wenn also ein Kind bestimmte Obst- und Gemüsesorten ablehnt, muss man nicht gleich aufgeben. Man kann versuchen diese auf unterschiedliche Weise zuzubereiten und es in verschiedene Gerichte zu integrieren. Vielleicht ist eine Zubereitungsart dabei, die Interesse beim Kind zum Probieren und Essen weckt.

Nicht alles kann aber roh gegessen werden. Manche Sorten müssen vorher erhitzt werden. Das sollte natürlich beachtet werden.

Mögen die Kinder keinen Sellerie, kann man diesen zusammen mit Äpfeln zu einem Saft verarbeiten. Sind Grünkohl, Spinat und Wirsing ein Problem? Diese kann man trocknen und in getrockneter Form zu Speisen hinzufügen. Schmeckt einem Kind in Öl gebratenes Gemüse nicht, ist vielleicht gegartes Gemüse ohne Kontakt zu Öl dafür kein Thema.

Damit die Kinder mehr Gemüse und Obst essen, traut Euch auch mal Gemüse und Obst in Gerichte zu integrieren, die Ihr meistens ohne zubereitet – Tomaten in Brötchen, Heidelbeeren in Pfannkuchen, Zucchini im Omelette, Auberginen in Frikadellen,  Brokkoli in Lasagne, Erbsen im Kartoffelpüree, Birnen im Salat etc.

FAZIT:
Experimentiert mit Euren Speisen und trau Euch Neues auszuprobieren. Das wird sich lohnen – mehr Gemüse und Obst für alle Familienmitglieder.

 

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