Was ist gesunde Ernährung und Apfel-Quark-Kuchen

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Quark und Apfel – für mich klingt das nach Kindheit, nach meiner Kindheit. Meine Mutter hatte früher oft einen Käsekuchen mit Äpfel gebacken, den wir immer warm gegessen und dazu Milch oder Tee getrunken haben. Es sind schöne Kindheitserinnerungen, die ich in mir trage. Als meine Mutter vor einigen Tagen bei uns zu Besuch war, habe ich mich an diese schönen Momente mit ihr in der Küche erinnert und hatte das Bedürfnis nach einem Stück Kindheit auf meinem Teller und ein wenige Zeit mit ihr. Diesmal war ich allerdings am Zubereiten und sie einfach in meiner Nähe.

So entstand dieser Quarkkuchen ohne Boden mit Apfel, allerdings mit deutlich weniger Zucker, Butter und Quark als im Originalrezept meiner Mutter. Ich achte heute viel mehr auf Ernährung als es meine Mutter früher in meiner Kindheit getan hat,  gehe viel bewusster an das Thema Ernährung heran, lese viel über neue Ernährungstrends, informieren mich über neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Meine Mutter hat in meiner Kindheit nicht sehr gesund gekocht hat. Es gab zwar immer Selbstgekochtes – das ja. Aber die Speisen waren immer fettig, schwer, mit viel Zucker, viel Butter, viele Eier, nur Weißmehl etc. Als Kind kannte ich das nicht anders. Heute mache ich Vieles anders, besser. Dennoch stellt sich die Frage: Ernähre ich mich und meine Familie gesund?

Was ist GESUNDE ERNÄHRUNG?

Über gesunde Ernährung kann man heute viel lesen. Auch ich schreibe hier darüber. Doch was ist gesund? Was ist gesunde Ernährung? Dazu gibt es viele Meinungen, viele Trends. Ich möchte es gar nicht wagen hier ausführlich alle Ernährungsformen aufzuführen. Die wohl gängigsten möchte ich hier aber kurz erläutern.

PALEO Bei der Ernährungsform Paleo dürfen alle natürlichen, unverarbeiteten und nährstoffreichen Lebensmittel gegessen werden, also Gemüse, Obst, Nüsse und Samen, Fleisch und Fisch, Eier und gesunde Fette. Nicht erlaubt sind hingegegen Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Zucker, stark verarbeitete pflanzliche Fette, künstliche Zusatzstoffe. Die Idee dahinter ist sich so zu ernähren wie unsere Steinzeit-Ahnen früher, die weder Getreide, noch Hülsenfrüche noch Milchprodukte zur Verfügung hatten.

VEGAN In der veganen Ernährung sind alle tierischen Produkte ausgeschlossen, so Fleisch, Fisch, Milch, Einer, Honig.

CLEAN EATING Bei dieser Ernährungsform folgt man dem Prinzip Lebensmittel unverarbeitet zu verzehren, möglichst frisch, regional und saisonal. Harte Regeln gibt es nicht. Selber kochen steht aber im Vordergrund. Tierische Produkte sind grundsätzlich nicht tabu. Viele, die sich nach dem Clean Eating Konzept ernähren, sind aber auch Veganer.

Was ist nun gesunde Ernährung? Wie ernährt sich meine Familie? Ich kann nur für mich entscheiden. Paleo und vegan – da muss ich passen. Denn sowohl Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Fleisch, Fisch und Milchprodukte essen wir – wenn auch in Maßen. Clean Eating – überwiegend ja, aber eben nicht zu 100 %.

Für mich – für MYHEALTHYKID – bedeutet gesunde Ernährung:

  • in erster Linie sich mit den Lebensmittel, die wir essen, auseinander zu setzten
  • zu wissen, was in unserem Essen drin ist
  • bewusst eine Entscheidung für oder gegen bestimmte Lebensmittel zu treffen
  • darauf zu achten, was einem gut tut
  • Freude am Essen haben

Wir leben heute in einer Welt, in der es viele verschiedene Einstellungen zu Lebensmittel gibt. Von „Ist mir egal was ich esse – Hauptsache man wird satt“ über „Alles muss nur-BIO sein“ bis „nur VEGAN ist gesund“ könnte man die Menschen in viele Kategorien einteilen. Es ist nicht einfach immer und überall seinen Prinzipien stand zu halten. Immer und überall muss man das vielleicht auch nicht tun.

Ich versuche möglichst viel selber zu kochen und frische Zutaten zu verwenden. Gelegentlich essen wir Fleisch und Fisch. Hin und wieder trinken wir auch Kuhmilch. Ersetzen diese aber gerne durch Alternativen oder verzichten, wenn es möglich ist, ganz darauf. Importwaren essen wir auch. Bananen, Avocado, Orangen und Co. können wir nun mal nicht regional einkaufen. Zucker verwende ich in meinen Gerichten selten. Habe aber ein Päckchen brauner Zucker in der Küche, welches mir für mindestens 6 Monate ausreicht. Wenn ich Produkte einkaufe, achte ich auf die Zutatenliste. Je weniger Zutaten, desto besser.

Ich möchte meinen Kindern nicht beibringen, dass es gute und schlechte Lebensmittel gibt. Vielmehr möchte ich sie so erziehen, dass sie mit den Jahren lernen, darauf zu achten, welche Lebensmittel ihnen gut tun und welche nicht und dass selbst zubereitete Mahlzeiten immer die bessere Wahl sind. Gummibärchen finde ich ganz bestimmt nicht toll. Wenn aber eine sehr nette Nachbarin vorbei kommt und den Kindern mal ausnahmsweise ein kleines Päckchen mitbringt, ist es auch ok. Auch Tiefkühl-Pommes finde ich nicht gut. Wenn wir eingeladen sind und die Gastgeberin für die Kinder Pommes aus der Tüte zubereitet, dürfen die Kinder selbstverständlich mit allen Kindern zusammen essen. Das Interessante ist, dass es meinen Kindern nicht sonderlich schmeckt. Während andere Kinder den Teller leer essen und Nachschlag verlangen, essen meine Kinder eine kleine Menge und lassen den Rest liegen. Die Art wie ich koche – nämlich mit frischen Zutaten, viel Gemüse und Obst, wenig Fett und Zucker, prägt ihre Geschmackssinne. Das merke ich.

Sich gesund zu ernähren bedeutet für mich Lebensmittel zu essen, die uns helfen uns körperlich gut und vital zu fühlen und uns in unserer Gesundheit unterstützen. Kleine Ausnahmen sind durchaus ok.

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Ist dieser Quarkkuchen ohne Boden nun gesund? Nun ja, er enthält Zucker, Vanillezucker, Quark, Butter, Dinkelgrieß, ein Ei und ein Apfel. Für mich ist er allein schon wegen des Zuckergehalts nicht gesund. Und dennoch habe ich diesen Quarkkuchen gebacken, obwohl er die Voraussetzungen des Clean Eating sicherlich nicht erfüllt. Aber: Zusammen mit meiner Mutter an einem Tisch in Erinnerungen zu schwelgen, diesen Kuchen aus meiner Kindheit zu essen hatte für mich in diesem Moment einfach eine viel höhere Bedeutung – Zucker und Butter hin oder her. An diesem einem Nachmittag musste es einfach so sein. Andere Mahlzeiten sind dafür wieder mit vielen guten Nährstoffen ausgestattet.

 

Quarkkuchen ohne Boden mit Apfel
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Prep time:
Cook time:
Total time:
Ingredients
  • 350 g Quark
  • 30 g Butter (flüssig)
  • 3 EL brauner Zucker
  • ½ Päckchen Vanillezucker
  • 1 Ei
  • ½ Päckchen Backpulver
  • 2 EL Dinkelgrieß
  • 1 Apfel
Instructions
  1. Backofen auf 170 Grad vorheizen.
  2. Alle Zutaten in einer Schüssel mixen.
  3. Den Teig in einer eingefetteten kleinen Backform ausstreichen.
  4. Apfel waschen und in Spalten schneiden. Die Spalten auf dem Teig platzieren.
  5. Kuchen im Backofen ca. 25 - 30 Minuten backen, bis der Kuchen oben gold/leicht braun wird.
  6. Aus dem Backofen heraus nehmen und auskühlen lassen.
Notes
Das Rezept ergibt einen dünnen Kuchen, der für 2 Erwachsene und 2 Kinder absolut ausreicht. Wenn du mehr zubereiten möchtest, verdoppele die Zutatenmenge.

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